Schleyerhalle verwandelt sich in Mekka des Supercross

Hunderte Lkw-Ladungen voll feinster Erde verwandeln die Stuttgarter Schleyerhalle innerhalb von 48 Stunden in eine spektakuläre Supercross-Strecke. Ein Team aus Hallencross-Spezialisten präsentiert auch in 2022 wieder eine Strecke voller Sprunghügel, mit Waschbrett, engen Kurven und kurze Distanzen, die den Fahrern alles abverlangen. Packende Rennen sind damit beim ADAC Supercross Stuttgart garantiert.

Drei Fragen an Strecken-Designer Freddy Verherstraeten:

Freddy Verherstraeten gehört zu den Erfolgsgaranten des ADAC Supercross Stuttgart. Mit seinem Streckendesign und seiner Kreativität trägt der Belgier dazu bei, dass Fahrern wie Zuschauern jedes Jahr ein attraktiver Rennkurs geboten wird. In 2022 modelliert der ehemalige Motocross-Pilot zum wiederholten Mal die Strecke in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle.

Herr Verherstraeten, welche Schritte sind erforderlich, um solch einen Parcours jedes Jahr mit neuen Elementen und Ideen zu bestücken?

Verherstraeten: Die Grundlage schaffe ich mir bereits bei der jeweils aktuellen Veranstaltung. Ich schau mir die Strecke und die Rennen an beiden Tagen exakt an und entwickle daraus Ideen für das kommende Jahr. Diese ersten Gedanken bringe ich dann auf einem Blatt zu Papier. Hilfreich ist natürlich dabei, dass ich die Strecken, das Material und die Gegebenheiten in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle seit vielen Jahren kenne.

Welche Besonderheiten hat die Erde, die in Stuttgart traditionell beim Streckenbau verwendet wird?

Verherstraeten: Wichtig ist ein hoher Lehmanteil. Dieser ist in Stuttgart gegeben. Des Weiteren sollte die Erde möglichst trocken sein. Natürlich spielt diese Qualität der Erde eine wichtige Rolle beim Streckenbau, besonders was die Sicherheit betrifft. Ist die Erde in einem guten Zustand und nicht zu feucht, lassen sich die Passagen so umsetzen, dass die Gefahren für die Piloten reduziert werden.

Fahren Sie die Strecke vor den offiziellen Rennen auch noch selbst ab?

Verherstraeten: Früher bin ich die Strecke nach der Fertigstellung tatsächlich immer selbst noch Probe gefahren, aber dies überlasse ich jetzt lieber den aktuellen Fahrern. Die machen das richtig gut und ihr Feedback ist äußerst hilfreich.