Neue Klasse für talentierte Nachwuchsfahrer zwischen 11 und 16 Jahren

Eine Chance für die Jugend und noch mehr Action für die Zuschauer – so lässt sich die entscheidende Neuerung beim ADAC Supercross Stuttgart zusammenfassen. Erstmals wird es bei dem alljährlichen Event, das diesmal am 13. und 14. November in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle stattfindet, eine Klasse für Talente im Alter zwischen elf und 16 Jahren geben. In der neu gegründeten SX 3 gehen zwölf nationale Fahrer mit Zweitakt-Motorrädern an den Start, die über 85 Kubikzentimeter Hubraum verfügen und auf bis zu 30 PS kommen.

„Wir müssen mehr für die jungen Leute bei uns tun. Es gibt einfach zu wenig deutsche Supercross-Fahrer“, sagt Thomas Deitenbach. Er ist nicht nur Hallensprecher beim Event in Stuttgart, sondern einer der Initiatoren der neuen Nachwuchsklasse. „Die jungen Leute sollen die Chance bekommen, sich unter Wettbewerbsbedingungen zu beweisen“, erklärt er. Wettkampf ist zwar kein Fremdwort für die Nachwuchsfahrer. „Aber es ist etwas ganz anderes, in einer ausverkauften Halle, die vor Spannung kocht, an den Start zu gehen.“
An beiden Veranstaltungstagen bestreiten die Rookies je ein Final-Rennen vor großem Publikum. Zuvor absolvieren sie Zeittrainings und Qualifikationsrennen. Somit können sich auch die Zuschauer auf noch mehr Endläufe und Spannung freuen, als in den Jahren zuvor. Zwar wurde das Programm der anderen Klassen ein wenig gestrafft. So fallen etwa einzelne Hoffnungsläufe weg. Aber die harten Ausscheidungsrennen und die großen Finals der Königsklasse und der SX2 mit ihren U-21-Fahrern bleiben natürlich bestehen.

Unter den Nachwuchsfahrern finden sich mit Paul Bloy (Biberach an der Riß) und Ruben Schmid (Schorndorf) auch zwei württembergische Fahrer. Beide sind im ADAC MX Junior Cup eingeschrieben und haben bei der Baden-Württembergischen Jugend-Motocross Meisterschaft Podiumsplätze eingefahren.

Auch für die Teilnehmer der neu geschaffenen Klasse bildet das ADAC Supercross Stuttgart den Auftakt zum SX-Cup in Deutschland, bei dem jedes Jahr die besten Fahrer auf deutschem Boden ermittelt werden. Allerdings sind die Talente nur bei drei von vier Veranstaltungen mit von der Partie. Ihren Auftritt haben sie auch in Chemnitz und Dortmund, nicht aber in München.