Zwei Klassen – zwei Hoffnungsträger

Beim ADAC Supercross Stuttgart wollen die Deutschen Dominique Thury und Stephan Büttner am kommenden Wochenende vorne mitmischen

23 Jahre ist er, blickt auf eine respektable Outdoor-Saison zurück und will am kommenden Wochenende beim 34. ADAC Supercross Stuttgart leistungsmäßig alles raushauen: Deutscher Hoffnungsträger bei der Hatz um den Titel „König von Stuttgart“ in der SX1 ist Dominique Thury. Für die Zwischensaison 2016/2017 hat sich der Fahrer aus Schneeberg (Erzgebirge) viel vorgenommen.
In der Outdoor-Saison 2016 machte er im Vergleich zum Vorjahr im ADAC MX Masters einen großen Sprung von Gesamtrang 18 auf den sechsten. Seine Empfehlung in der Halle: 2011/2012 und 2013/2014 wurde er jeweils Gesamtzweiter in der SX2 des ADAC SX Cups. „Gegen Ende der Outdoor-Saison habe ich zu alter Form zurückgefunden und in etwa die Plätze eingefahren, die ich mir vorgestellt hatte“, rekapituliert Thury, „der diesjährige Vizetitel in der Open-Klasse ist ja nicht schlecht, aber wenn man bis zum letzten Rennen in einer Position war, Meister werden zu können, ist es halt ärgerlich.“ Die Vorfreude auf Stuttgart und die gesamte Indoor-Phase ist bei ihm jedenfalls immens. „Beim Supercross gefallen mir vor allem die technischen Sachen und diese überwiegen beim Supercross nun einmal“, betont Thury, „zum anderen ist es die ganze Atmosphäre mit so vielen auf einen Punkt gebündelten Fans in den Hallen.“ Dies mache im Vergleich zu draußen sogar noch mehr Spaß.

Im vergangenen Jahr hatte er in Stuttgart mit einem fünften Platz am Freitagabend überrascht, Samstag kam Thury allerdings nicht mehr in die Punktewertung. „Ich hatte sehr gut angefangen und meinen Vorlauf sogar gewonnen. Mit Platz sieben im Halbfinale bin ich nur knapp am direkten Einzug ins Finale vorbeigeschrammt, doch im Last-Chance-Heat habe ich es dann selbst verbockt.“ Sein persönliches Ziel fürs kommende Wochenende? „Auf jeden Fall Podestplätze“, lautet Thurys schnelle und klare Antwort. Thury wird nach einem Teamwechsel bereits in Stuttgart für KTM GST Berlin starten. Thury ist in der SX1 ein deutscher Kandidat für die vorderen Plätze, in der SX2 ist es Stephan Büttner. Der 21-Jährige belegte vor Jahresfrist in der altehrwürdigen Hanns-Martin-Schleyer-Halle am Freitag wie auch am Samstag jeweils Platz zwei der Tageswertung, wurde Gesamtzweiter und letztendlich Gesamtdritter der ADAC SX-Cup-Serie.
„Ich hoffe, dass ich in Stuttgart in diesem Jahr dort weitermachen kann, wo ich im vergangenen Jahr aufgehört habe“, frohlockt der Thüringer. Wobei er weiß, dass „Glück und Pech, Erfolg und Misserfolg noch näher zusammen sind als bei anderen Disziplinen“. Der Fahrer aus dem 2800 Einwohner zählenden Dorf Schkölen kann es bis zum Start der Indoor-Saison kaum noch erwarten. Er liebe „die ganze Atmosphäre, weil alle so eng zusammensitzen“ und bekomme „die Stimmung noch besser mit als beim Motocross.“ Trainiert habe er viel mit Dominique Thury. „Wir sind zwar vom Charakter her unterschiedlich und nicht die allerdicksten Freunde, aber wir kommen gut miteinander aus“, beschreibt Büttner sein Verhältnis zur deutschen SX1-Hoffnung. Das gemeinsame Training habe beiden etwas gebracht. Beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in die deutsche Supercross-Saison.