Der „König“ ist schon wieder glücklich

Vorjahressieger Gregory Aranda siegt vor 7600 Zuschauernbeim Auftakt des 33. ADAC Supercross Stuttgart

Vorjahressieger Gregory Aranda hat beim ADAC Supercross Stuttgart das „Rennen der Asse“ gewonnen. Vor 7600 Zuschauern setzte sich der Franzose am Freitagabend nach einem dramatischen Rennen vor Austin Politelli durch. Der geschlagene US-Amerikaner hatte in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle lange geführt. Politellis Landsmann Jace Owen gelang als Dritter ebenso der Sprung aufs Treppchen.

Besonders gefeiert wurde in der Schleyer-Halle der Deutsche Dominique Thury. Der KTM-Pilot aus Schneeberg im Erzgebirge kämpfte sich auf Platz fünf vor und hat damit noch gute Karten, in der „Nacht der Revanche“ am Samstagabend im Gesamtklassement weiter vorzurücken. Sieger Gregory Aranda strahlte bei der obligatorischen Sektdusche um die Wette. „Es war kein leichtes Rennen“, sagte der in Nimes geborene Kawasaki-Pilot, „ich bin natürlich glücklich, dass der erste Tag so gut für mich verlaufen ist.“ Am Samstag geht es für den amtierenden „König von Stuttgart“ um die weitere Regentschaft in der schwäbischen Metropole.

Spanische Dominanz dagegen in der Klasse SX2: Tagessieger Carlos Fernandez Macanas und dessen Landsmann Olando Larranaga als Zweiter waren das Maß aller Dinge. Gesamtdritter wurde der Kanadier Kade Walker vor dem Thüringer Stephan Büttner. Die württembergische Hoffnung in dieser Nachwuchsklasse, Moritz Schittenhelm (Urbach), hatte Sturzpech, belegte trotzdem noch Platz sieben im Gesamtklassement. Ihre Premiere beim Stuttgarter Supercross feierte die Nachwuchsklasse SX3. In ihr setzte sich der 14-Jährige Benedikt Gödtner (Hennef) vor dem starken Lokalmatador Ruben Schmid (Schorndorf) und Carl Ostermann (Bonn) durch.

Letzter Höhepunkt im Hexenkessel Schleyer-Halle war die Freestyle-Show, organisiert vom Reutlinger Dennis Garhammer. Atemberaubende Sprünge von bis zu 20 Metern Weite und bis zu acht Metern Höhe zeigten die Deutschen Luc Ackermann (Niederdorla, mit seinen 17 Jahren zählt er bereits zu den Top-Stars der Szene) und Kai Haase (Berlin), Brice Izzo aus Frankreich (2010 Vize-Weltmeister), Pat Bowden (Australien) sowie der Däne Alex Porsing.